Tourismusverband Judenburg
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Altstadtrundgang durch Judenburg


Der bewegten Geschichte Judenburgs entstammen viele Sehenswürdigkeiten, die teilweise noch sehr gut erhalten sind. Über allem ragt der gewaltige steinerne Wächter, der Stadtturm, der mit seiner Aussichtsgalerie in 42 m Höhe einen überwältigenden Blick auf Judenburg und sein Umland gewährt. 


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Information und Buchung: Sternenturm 03572/44088


Der Stadtturm 
Der mächtige steinerne Wächter ist Österreichs höchster freistehender Turm und das Wahrzeichen von Judenburg. Erbaut wurde der heute 75 m hohe viergeschossige Turm in den Jahren 1449 bis 1509 und gehörte einst als freistehender Wehr- und Feuerwachturm zur Stadtbefestigung. Das oberste Geschoß in 42 m Höhe mit der umlaufenden Galerie, die einen eindrucksvollen Rundblick über die Stadt und weit in das Aichfeld ermöglicht, entstand nach dem letzten großen Stadtbrand von 1840. Noch aus der Zeit der Erbauung stammt das roh bearbeitete spätgotische Turmportal. Seit November 2006 beherbergt der Stadtturm das modernste Planetarium Europas, und fasziniert als "Sternenturm" mit spektakulären Kuppelprojektionen. Zusätzlich zu den 256 Stufen im Inneren des Turmes ist die Galerie heute über einen gläsernen Panoramalift erreichbar.

Die Stadtpfarrkirche 
Ihre heutige Gestalt einer barocken Wandpfeilerkirche mit Seitenkapellen und darüber liegenden Emporen verdankt, die erstmals 1148 genannte Kirche, den ab ca. 1673 durchgeführten Umbauarbeiten. Die Kirche begeistert durch ihre abwechslungsreichen Stuckarbeiten. Eine kunstgeschichtliche Kostbarkeit ist die um 1420 entstandene, lebensgroße Kalksteinfigur der "Judenburger Madonna", die wohl in der Werkstätte des Meisters Hans von Judenburg entstanden ist. Im gegenüberliegenden Pfarrhof verkündete Napoleon Bonaparte im April 1797 während des Ersten Koalitionskrieges das Ende der Dogenrepublik Venedig und schloss einen Waffenstillstand, der zum Vorfrieden von Leoben führte.

Das Jesuitenkloster 
Die großzügig angelegte frühbarocke Vierflügelanlage, ursprünglich ein Kloster der barfüßigen Augustiner-Eremiten (gegründet 1364), beherbergte ab 1620 die im Zuge der Gegenreformation angesiedelten Jesuiten. Rund eineinhalb Jahrhunderte haben die Jesuiten das Leben in Judenburg mit einer barockübersteigerten Religiosität maßgeblich beeinflusst und mitgestaltet. Heute sind hier u. a. die Ulrich-von-Liechtenstein-Musik- und Kunstschule Judenburg und ein Jugendgästehaus untergebracht.

Die Jesuitenkirche
Nach dem Einzug der Jesuiten ins Kloster erfolgte um 1644 der Umbau der Klosterkirche, eines vormals gotischen Hallenbaues, zu einer barocken Wandpfeilerkirche mit Seitenkapellen und Emporen.  Von 1950 bis 1953 wurde die Kirche zu einer Festhalle unter weitgehender Bewahrung der barocken und gotischen Bauelemente umgestaltet. 1998 erfuhr der Bau eine weitere großzügige Erweiterung. Mit außergewöhnlichen architektonischen Mitteln ist daraus das Kultur- und Veranstaltungszentrum entstanden.

Weitere Sehenswürdigkeiten: 
Das Körblerhaus - zählt zu den wohl am besten erhaltenen und vorzüglich renovierten Bürgerhäusern am Hauptplatz. Ein spätmittelalterliches Rundbogenportal führt in einen reizvollen Innenhof.

Das Prankherhaus - Das Haus am Martiniplatz, eine Dreiflügelanlage mit ursprünglich zweigeschossigem Arkadenhof, enthält noch Reste der einst weitläufigen mittelalterlichen Burganlage ("Ritterstadt").

Das Franziskanerkloster - ursprünglich ein um 1256 gegründetes Minoritenkloster, das 1455 in ein Franziskanerkloster strenger Observanz umgewandelt wurde.

Die Neue Burg - wurde als Ersatz für die desolate mittelalterliche Burganlage von Erzherzog Ferdinand II. Ende des 16. Jahrhunderts erbaut und diente als Erholungs- und Jagddomizil der landesfürstlichen Familie. 

Die Kalvarienbergkirche - befindet sich auf einem Plateau am Nordabhang des Liechtensteinerberges und wurde um 1720 von einem Judenburger Ratsherrn als Dank für eine glücklich überstandene Notsituation errichtet. 

Die Pfarrkirche St. Magdalena - befindet sich am linken Murufer, in unmittelbarer Nähe des alten Murüberganges. Sie ist dem Bestand nach die älteste Kirche Judenburgs und wegen ihrer Fresken (um 1370) und Glasmalereien (um 1400) von größter künstlerischer Bedeutung.

Die Ruine Liechtenstein - liegt am steil abfallenden Nordabhang des Liechtensteinerberges. Die Anfänge des Felsenschlosses reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Der wohl bekannteste Vertreter der Herren von Liechtenstein war der Minnesänger und Staatsmann Ulrich von Liechtenstein (ca. 1200-1275/76).

Das Stadtmuseum - findet man in der Kaserngasse 27. In seinen umfangreichen Sammlungen finden sich zahlreiche Objekte zur Geschichte und Kunstgeschichte Judenburgs.